Steildach

Ein Steildach

ist ein Dach mit mehr oder weniger starkem Gefälle. Aufgrund der Dachneigung fließt Regenwasser dem Gefälle folgend ab. Ein Steildach ist daher lediglich wasserableitend ausgebildet und das Deckmaterial meist schuppenförmig überlappt.
Verwendet werden eine Vielzahl von Materialien und Formaten. Hauptsächlich werden in unserer rheinischen Region Tonziegel und Betondachsteine, Schiefer und Faserzementplatten bei geneigten Dächern verwendet. Aber auch Licht- und Wellplatten, Metalldächer aus Scharen oder kleinformatigen Profilen u.v.a.m.Dieses breite Spektr um an Materialien und Formaten gehört zu unserem normalen Berufsalltag und das Wissen m Verwendung und Verarbeitung ist die Grundlage unseres Berufs. Nicht umsonst ist der Beruf des Dachdeckers einer der vielseitigsten Handwerksberufe überhaupt.

 

Das alternde Steildach

macht sich bemerkbar durch Verschmutzungen in Überdeckungen , Abplatzungen an der Oberfläche und zunehmender Reparaturhäufigkeit. Es treten Wasserschäden im Gebäude nach heftigen Unwettern auf, obwohl bei nachfolgender Überprüfung kein wirklicher Schaden festgestellt werden kann.

 

Ein neues Steildach

hingegen ähnelt einer Wissenschaft für sich. Hier ist Handwerkskunst gefragt!
Steildächer haben im Gegensatz zu den meisten Flachdächern keine massive Betondecke als Untergrund und der hölzerne Dachstuhl weist zahlreiche Ecken und Kanten auf.
Hier gilt es besonders sorgfältig und genau zu arbeiten, um ein funktionierendes und langlebiges Dach herzustellen.

 

Die Funktionsschichten unterhalb der Dachdeckung bestehen in der Regel aus:

  • einer Dampfsperre, um zu verhindern, dass warme und feuchte Luft aus dem Innern des Hauses in die folgende Dämmung gelangt und zu Verlust von Heizungsenergie führt und Schimmelbildung entstehen kann.
    Die Dampfsperre ist flächig und an allen Rändern und Durchdringungen sorgfältig anzuarbeiten und abzudichten und somit Bauschäden vorzubeugen.
  • einer Wärmedämmung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben der EnEV bzw. bei Finanzierung durch KfW entsprechend den Vorgaben des gewählten Programmstandards.
  • einer Windsperre, die verhindert, dass durch Wind- bzw. Luftzug in der Dämmung gespeicherte Wärmeenergie abtransportiert wird.
    Üblicherweise besteht die Windsperre aus einer Dämmstoffkaschierung oder Unterspannbahn, die gleichzeitig einen Witterungsschutz während der Bauphase darstellt wie auch später im fertigen Dach bei Beschädigung der eigentlichen Bedachung, z.B. durch Sturmschaden.
  • Konterlattung zur Schaffung der notwendigen Lüftungsebene.
  • Traglattung oder –brettschalung als Unterlage für die eigentliche Bedachung.

Schall- und Brandschutz, Windsogsicherung und vieles andere mehr sind für ein heute regelkonform zu errichtendes Dach erforderlich, um Ihr Haus gegen Witterungseinflüsse von Oben zu schützen.
Gerade hier bewahrheitet sich die alte Weisheit: „Wer billig kauft zahlt meistens zweimal!“

 

Ein Beispiel aus unserer Praxis:

Aufgabenstellung:

Sanierung eines einfamilienhauses mit anfälliger un dalter Dachdeckung mit mangelhafter Dachdämmung

Schwierigkeiten:

  • Brandschutzvorkehrungen zum Nachbargebäude
  • Vorgaben des KfW- Energieberaters hinsichtlich gegenbener Bausubstanz